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Wirtschaft
 
BauernhofVon den 3150 Einwohnern der Gemeinde Abtei sind ca. 1800 berufstätig.
Der Tourismus bestimmt seit den 60er Jahren maßgebend den Verlauf der Wirtschaft; deshalb ist der mit Abstand stärkste Wirtschaftssektor in der Gemeinde Abtei der Dienstleistungssektor. Bedingt durch den Tourismusboom - angefangen vor 40 Jahren - hat fast 2/3 (68,7%) der erwerbstätigen Bevölkerung in diesem Bereich Arbeit gefunden. Eng mit dem Fremdenverkehr verbunden und von diesem stark abhängig ist der Sektor des produzierenden Gewerbes, der v.a. durch die Baubranche und die Handwerksbranche vertreten ist. 21% der erwerbstätigen Bevölkerung ist in diesem Bereich beschäftigt, davon die Hälfte in der Baubranche.
Nur mehr 1/10 der Bevölkerung ist in dem - für das Gadertal - traditionellen Bereich der Landwirtschaft tätig.
 
Der Dienstleistungssektor zählt 508 Arbeitsstätten. Von den 68,7% der im Dienstleistungsektor tätigen Personen sind 38% im Gastgewerbe und 18% im Handel beschäftigt. Man zählt insgesamt 68 Arbeitsstätten im Handel und 346 im Gastgewerbe, davon 138 gewerbliche Betriebe. Die Kapazität an Fremdenbetten beläuft sich in der Gemeinde auf fast 8.000. Das sind ca. 2,6 Betten pro Einwohner. Im Jahr 2001 wurden an die 127.000 Ankünfte registriert, mit einer Gesamtanzahl von 812.000 Nächtigungen, wobei ca. 60% der Nächtigungen im Wintertourismus verzeichnet werden. Mehr als 1/3 der Gäste kommen aus dem Ausland. In der Gemeinde gibt es 22 Seilbahnanlagen, die eine Transportkapazität (=Förderleistung pro Stunde mal Höhenunterschied) von fast 5,7 Millionen Einheiten haben.
In der Landwirtschaft gibt es 300 Betriebe mit einer Gesamtbetriebsfläche von 7456ha. 2/3 der Betriebe werden als Nebenerwerb geführt, da viele Bauern in anderen Bereichen - im Winter v.a. bei Seilbahnanlagen und im Sommer v.a. in der Baubranche - eine Haupterwerbsquelle gefunden haben. Die Betriebsflächen werden ausschliesslich als Dauergrünland verwendet.
In der Gemeinde gehören 17,8% der Erwerbstätigen zu sog. Tagespendlern, d.h. dass sie täglich die Gemeindegrenzen überschreiten müssen, um zu Ihrer Arbeitsstätte zu gelangen. 12,4% der in der Gemeinde Beschäftigten sind sog. Tageseinpendler, d. h. dass sie ihren Wohnsitz nicht in der Gemeinde haben und täglich von ausserhalb der Gemeinde auf die Arbeit kommen.