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Unsere Muttersprache

Bild des Tales

Die Gemeinde Abtei ist eine der 5 ladinischen Gemeinden des Gadertals in der Provinz Bozen. Die Dolomitenladiner bewohnen die 5 Täler rund um das imposante Sella-Massiv: Gadertal, Gröden, Fassatal, Buchenstein mit Colle Santa Lucia und Ampezo. Die ladinische Sprache ist die Muttersprache von mehr als 95% der Bevölkerung unserer Gemeinde. Diese Sprache ist durch die Romanisierung der Alpen (im Jahre 15 v.C.) entstanden. Die rätische Bevölkerung übernahm das Volkslatein; unter Einfluss von Eigenheiten der eigenen Sprache entwickelte sich diese zum Ladinischen (Rätoramanischen). In früheren Zeiten wurde diese Sprache im ganzen Gebiet zwischen dem Bodensee und Triest gesprochen. Die große Völkerwanderung des Mittelalters schwächte den großen ladinischen Bereich; die Mehrheit der Ladiner wurde von neuen Völkern assimiliert, andere mußten sich in wenig bewohnte Täler zurückziehen. Ladinische Gebiete blieben nur mehr wenige: Die 5 ladinischen Täler mit 30.000 "Ladinern", das Friaul mit 600.000 "Furlans" und ein kleines Stück des Grijun (Schweiz) mit 40.000 "Rumanc". Die ladinische Sprache befindet sich in Gefahr von den zwei großen benachbarten Sprachen beeinflußt und assimiliert zu werden. Deswegen versuchen kulturelle Vereine und die öffentliche Verwaltung durch den täglichen mündlichen und schriftlichen Gebrauch sie lebendig zu halten.

Bauernhaus Die Herkunft des Namen "Abtei" hat historische Hintergründe: In der Zeitspanne von 1080 bis 1785 war die rechte Seite des Tales unter der Kontrolle des Klosters Sonnenburg/Sankt Lorenzen. Die Bauern mussten die Zehnten abgeben und hohe Steuern den Nonnen bezahlen. Der Sitz des Vikariat der Herrschaft Enneberg befand sich in St. Vigil.

Die linke Seite des Tales mit dem Vikariat auf dem Schoß Tor/St. Martin (heutzutage ladinisches Landesmuseum) befand sich unter der Herrschaft des Bischofs von Brixen bis zum Säkularisierungsjahr 1083. Die Funde, die in Sotciastel/Abtei ausgegraben wurden, beweißen, dass schon während der Bronzezeit unsere Gebiete bewohnt waren, wann sie aber dauerhaft besiedelt wurden, ist bislang ungeklärt.

Die Gemeinde Abtei hat eine Oberfläche von 82,94 qkm und zählt mehr als 3000 Einwohner; sie grenzt an die Gemeinden St. Martin, Wengen, Enneberg, Ampezo, Buchenstein , Wolkenstein und Corvara. Unsere Gemeinde ist erreichbar entweder von St. Lorenzen durch das Gadertal , von Gröden durch das Grödnerjoch und die Dörfer Kolfuschg und Corvara, von Buchenstein durch das Campolongo Joch und von Ampezo durch die zwei Pässe Falzarego und Valparola (2168m). Man kann die Gemeinde auch von Lungiarü durch das Juel Joch und von Wengen durch Fornacia und Arciara erreichen.

Bauernhof Drei Orte gehören zur Gemeinde Abtei: St. Kassian, Stern, und St. Leonhard. Der Name Abtei bezeichnet die Pfarre von St. Jakob und St. Leonhard, die zwei Schutzheiligen der Kirche, mit den entsprechenden Einwohnern. Die Gemeinde ist von wunderschönen Bergen umgeben: Lagazuoi (2778m), Conturines (3064m), La Varella (3055m), Kreuzkofel (2907m) und Gardenaccia (2500m); sie ist außerdem Teil zweier Naturparke: Fanes-Sennes und Puez.


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